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| 20 Jahre Tag der Erinnerung und Mahnung |
Aktionstag gegen Rassismus, Neonazismus und Krieg
am Sonntag, den 12. September 2010 | 13 bis 18 Uhr | Bebelplatz
Kundgebung, Fahrradkorso, Ausstellungen, Zeitzeugen, Schriftsteller, Diskussionen, Projekte, Talks, Bücher, Kinderfest, Life-Musik, Antifa-Cafe, Gespräche und Infos an 100 Ständen
Der Tag der Erinnerung und Mahnung gehört nunmehr seit 20 Jahren zu den größten antifaschistischen Veranstaltungen in Berlin, die das Gedenken an die Opfer des Nazi-Regimes und die
Auseinandersetzung mit Rassismus und Neonazismus in der Gegenwart verbinden. Damit gelang es uns, den seit 1945 in Berlin und in ganz Deutschland , aber später vor allem in der
DDR begangenen "Tag der Opfer des Faschismus" weiterzuführen und ihm zugleich ein neues Gesicht zu geben.
Beginnen wird der diesjährige Tag der Mahnung um 11 Uhr mit einer Kundgebung an dem inzwischen privatisierten Gebäude des früheren Reichskriegsgerichts.
Es schließt sich ein Fahrradkorso an, der an Orten von Verfolgung und Widerstand entlang führt und auf dem Bebelplatz endet. Dort finden von 13 bis 18 Uhr Gespräche mit Zeitzeugen,
die in den Armeen der Antihitlerkoalition gekämpft haben und eine Diskussion zu den "Asozialen" und "Marginalisierten" statt; eine Podiumsdiskussion "Kippt Europa nach rechts?"
mit ReferentInnnen aus Budapest, Paris und Moskau setzt sich damit auseinander, inwieweit die Neonaziszene nicht nur ein deutsches, sondern ein europäisches Problem geworden ist.
Ausstellungen dokumentieren das frühe Konzentrationslager Papestraße, Berliner Tatorte rassistischer und antisemitischer Gewalt sowie die Geschichte des "OdF-Tages".
Eine Ausstellung widmen wir dem verstorbenen Karikaturisten Manfred Bofinger, der in den 90iger Jahren wunderbare Plakate für den Tag der Mahnung entworfen hat.
Zahlreiche Infostände laden zur Beschäftigung mit vielen weiteren Themen ein. Das Kulturprogramm, ein Kinderfest und anderes mehr erweitern das vielfältige Programm.
Im Rahmen des Kulturprogramms werden wir über den Nachmittag verteilt drei 10 minütigen Talks führen, die sich mit der Auseinandersetzung mit der Neonaziszene und Gegenstrategien
beschäftigen werden: Mit der Vorsitzenden des DGB Berlin-Brandenburg, Doro Zinke, einem Vertreter des Bündnisses für Demokratie und Toleranz von Treptow-Köpenick und mit Jörg Wanke,
dem Sprecher der Bürgerinitiative "Zossen zeigt Gesicht".
Unser nächstes Vorbereitungstreffen für den Tag der Mahnung findet am 19. Juli 2010, 19.00 Uhr statt. Der Ort ist wie immer: Franz-Mehring-Platz 1, Zimmer 610 oder bei warmen Temperaturen
auf dem Hof.
>>> Die Standanmeldung ist jetzt als PDF-Dokument erhältlich: Klick
>>> Impressionen vom Tag der Erinnerung und Mahnung 2009 gibt es hier.
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